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    Foto ©: Bodo Vitus

    Wer, verdammtnochmal, ist eigentlich Jockel Tschiersch?

    Egal ob im Kino, im Fernsehen, im Theater oder in der Buchhandlung – überall stößt man auf den Namen Jockel Tschiersch. Vielseitig ist er und dabei erfolgreich. Dem breiten Publikum ist er unter anderem als „Roland Hefele“ in den Kluftinger-Krimis geläufig, die Kultur-Gourmets kennen ihn von seinen Soloabenden, wie „Pubertät mit 50“.

    Schon früh wusste der 1957 geborene Allgäuer, dass sein Herz für die Bühne schlägt. Alles begann mit 17 Jahren in der selbst angemieteten Schulaula vor 300 Menschen. Schon damals wusste er mit seiner humorigen Art zu begeistern. Später trat er bei diversen Kleinkunstveranstaltungen in der Provinz auf – Basisarbeit.

    Trotzdem führte ihn der Weg nach dem Abitur zunächst zur Bundeswehr und zum Journalismus. Jockel Tschiersch machte 1980 eine Ausbildung zum Redakteur an der Deutschen Journalistenschule in München und war kurz beim Bayerischen Rundfunk tätig, aber nach Schul- und Dienstschluss zog es ihn auch in München auf diverse Bühnen.

    Er nahm Schauspiel-Unterricht bei Wolfgang Müller in München und studierte Jazzgitarre am MGI (Münchner Gitarreninstitut).

    Mit seinem Freund Ottfried Fischer gründete er 1981 das Duo „Tschiersch & Fischer“, mit dem sie große Erfolge verbuchen konnten. Das Duo wurde 1986 mit dem „Salzburger Stier“ und 1987 mit dem „Deutschen Kleinkunstpreis“ ausgezeichnet.

    Neben Kabarett spielte er auch Kinorollen, in „Schloss Königswald“ von Peter Schamoni sowie beispielsweise 1991 in „Manta Manta“ an der Seite von Til Schweiger, 2005 in dem Thriller „Antikörper“ oder in dem Kurzfilm „Höllenritt“, der 2009 auf der Berlinale gezeigt wurde. Zuletzt war er in „Heil“ von Dietrich Brüggemann zu sehen.

    Das Fernsehen wurde auf Jockel Tschiersch in den 90er Jahren aufmerksam. In der RTL-Kult-Krimiserie „Doppelter Einsatz“, deren 86 Folgen von 1994 bis 2007 ausgestrahlt wurden, spielte er Karl-Heinz Dilba, jahrelang war er Assistent Kubick bei Rosa Roth mit Iris Berben. 2009 war Jockel Tschiersch in „Barfuß bis zum Hals“ zu sehen, einem außergewöhnlichen Film, der mit dem Comedypreis für die „Beste TV-Komödie“ ausgezeichnet wurde. Es folgten regelmäßige Auftritte in der Serie „München 7“ und 2010 in der Jugendserie „dasbloghaus.tv“. Bekannt ist er vor allem dem jüngeren Publikum aus den Kluftinger-Verfilmungen, in denen er den Kollegen des Kommissars Kluftinger, Roland Hefele, verkörpert oder aus der Serie „München 7“, wo er den schrulligen Dago Schindler am Funk spielt. 

    Als Autor veröffentlichte Jockel Tschiersch seit 2003 bereits vier Bücher, der neueste Roman „Grüner wird's nicht, sagte der Gärtner und flog davon“ erschien im April 2015. Auch schreibt er Drehbücher und Theaterstücke. 1987 erhielt er den Förderpreis der Stadt München für Interpretation für sein Solo-Stück „Der Frischsafter“.

    Als wäre das nicht Auslastung genug, ist Jockel Tschiersch schon seit 1994 immer wieder am Theater zu sehen. Zuletzt spielte er die Hauptrolle des Kommissars Kluftinger in dem Stück „Wetterleuchten“ und stand mit seinem Soloabend „Pubertät mit 50“ auf der Bühne.

    Im Februar 2016 hatte Jockel Tschierschs neues Solo-Stück „Dschihad happens“ Premiere in Berlin.

    Jockel Tschiersch lebt in Berlin.