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  • Foto ©: Robert Recker

    Vita Desiree Nick

    Entertainerin, Schauspielerin, letzte lebende Diseuse und Bestsellerautorin 

    In Berlin-Charlottenburg geboren und aufgewachsen, absolvierte DESIREE NICK bereits in jungen Jahren eine Ausbildung als klassische Balletttänzerin an der Berliner Tanzakademie, die mit einem Engagement an der Deutschen Oper Berlin endete (1975-1982). Diese Laufbahn fand durch das Gardemaß von 178 cm ein frühes Ende.

    Nach sechs Semestern an der Theologisch-Pädagogischen Akademie Berlin-Westend absolvierte sie den Abschluss als Lehrbeauftragte für katholische Religionspädagogik mit der Missio Canonica bis zur Oberstufe. Sie übte diesen Beruf 3 Jahre in Berlin aus. Mit Unterrichtsmethoden, die ihrer Zeit weit voraus waren (und heute üblich sind), erregte sie Aufsehen innerhalb des bischöflichen Ordinariats und musste als sog. Laientheologin auch diesen Beruf an den Nagel hängen.

    Innerhalb weniger Jahre etablierte sie sich in den 80ern als Interior Designerin und arbeitete in London für die angesehene Firma Colefax & Fowler. Nebenbei übte sie sich - zunächst um ihr Englisch zu verbessern - in Workshops und schloss am Actor's Institute ihre Ausbildung als Schauspielerin ab. Um sich in diesem Beruf zu entfalten, kehrte sie Anfang der 90er Jahre mit dem Mauerfall nach Deutschland zurück.

    Auf deutschen Bühnen überzeugt die Schauspielerin Désirée Nick seit nunmehr 35 Jahren mit klassischen und ernsten Rollen ebenso wie im komödiantischen Fach. Das Feuilleton feiert ihre Darstellungskraft in vielen Rollen an renommierten Häusern, wie dem Maxim Gorki Theater Berlin, der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, dem Renaissance-Theater Berlin oder dem Hans Otto - Theater Potsdam, dem Ernst Deutsch - Theater Hamburg, den Kammerspielen Hamburg, der Komödie am Bayrischen Hof, München. 

    Presse und Kritik überschlugen sich angesichts ihrer Darstellung in „Nichts Schöneres“ von Oliver Bukowski (2002) am Renaissance-Theater, Berlin. Im Potsdamer Hans Otto-Theater begeisterte sie Publikum und Presse mit ihrer sensiblen Darstellung des Thomas Bernhard - Klassikers „Am Ziel“ (2006) in einem zweieinhalbstündigen Monolog.

    Von 2008 bis 2013 brillierte sie als Florence Foster Jenkins im dem Stück "Souvenir" unter der Regie von Torsten Fischer am Berliner Renaissance-Theater und im Rahmen einer Deutschland- Tournee in zahlreichen weiteren Städten. 2012 spielt sie im Theater an der Kö in Düsseldorf eine Hauptrolle in "Liebe, Leid und alle meine Kleider" von Nora und Delia Ephron. Ebenfalls in einer Hauptrolle begeistert sie seit Anfang 2013 Publikum und Kritik am Berliner Schlosspark Theater mit dem Theaterstück "Ein Mann fürs Grobe“. 2015 begeisterte sie in der Rolle der Zirkusdirektorin in der Emmerich Kálmán-Operette „Die Zirkusprinzessin“ an der Komischen Oper, Berlin in der Regie von Barrie Kosky. 

    Am Hamburger Ernst Deutsch Theater gelangte 2016  die deutsche Uraufführung von „Bette & Joan“ von Anton Burge unter der Regie von Folke Braband zu einem phänomenalen Erfolg. Sie verkörperte (neben Manon Straché als Bette Davis) die Hollywoodlegende Joan Crawford in all ihren schillernden Nuancen und ging damit nicht nur auf Deutschlandtournee, sondern spielte 6 Wochen lang das umjubelte Stück im Theater am Kurfürstendamm, Berlin.

    Sie bereicherte die Werke außerordentlicher Filmemacher, wie u.a. die von Rosa von Praunheim ("Neurosia" 1995), Max Färberböck ("Aimée und Jaguar" 1999) oder J. Kuhn ("Fisimatenten" 2000). Auch in Fernsehproduktionen wird Désirée Nick gerne besetzt, so war sie in den letzten Jahren u.a. in "SOKO 5113", "Türkisch für Anfänger" (beide 2008) oder "Anna und die Liebe" (2010),  „Notruf Hafenkante“ (ARD) sowie in Spielfilmen des ZDF und der ARD zu sehen. Umwerfend komisch zeigte sie sich 2012 in der ZDF-Verfilmung des Erfolgsromans von Dora Heldt "Kein Wort zu Papa“ oder als Baumarktleiterin in dem Film „Schmidts Katze“ (2015).

    Mit boshafter Ernsthaftigkeit, eiserner Disziplin und brillantem Witz gewinnt sie 2004 die Krone der Dschungelkönigin als erste Frau in dem RTL-Quotenhit "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“ und trägt seither den Titel „spitzeste Zunge der Nation“. 

    Als "Zickenkriegerin" wird Nick zum beliebten und gefürchteten Gast aller bundesdeutschen Talkshows und etabliert sich einmal mehr als Massenphänomen in einer Vielzahl von Fernsehsendungen. Es gibt praktisch kein Format des TV-Trash, an dem die Diva nicht teilgenommen hätte. Sei es das „Promi-Dinner“, „Promi Shopping Queen“, „Promi Big Brother“, „Das große Backen“, „The Taste“, „Teufels Küche“, „Yes I Can Dance“ u.a.  Vier Mal war sie zu Gast bei „Wetten dass….“, ebenso ist sie vertreten beim „Fest der Besten“ neben Florian Silbereisen.

    Désirée Nick überzeugt auch seit Jahren als Autorin, alle ihre Bücher sind wochenlang in den Bestsellerlisten vertreten, sei es "Gibt es ein Leben nach vierzig?"(2005) und konsequent nachfolgend "Gibt es ein Leben nach fünfzig?" (2011) oder auch "Was unsere Mütter uns verschwiegen haben" (2006). "Eva go home!" (2007) ist eine kluge und scharfsinnige Entgegnung auf die altbackenen Thesen einer Fernsehmoderatorin. Mit "Liebling, ich komm später ..." (2008) entlarvt Désirée Nick den Seitenspringer. Im Herbst 2012 erscheint "Fürstliche Leibspeisen. Gerichte mit Geschichte", wofür sie ausgewählte Adelshäuser im deutschsprachigen Raum besuchte, auf unnachahmliche Weise aus dem fürstlichen Nähkästchen plaudert und jeweils ein Familienrezept nach Art des Hauses präsentiert. Ihr jüngstes Buch ist „Säger und Rammler und andere Begegnungen mit der Männerwelt“ (2016).

    Ihre mediale Breitenwirkung allerdings erreicht sie mit ihren progressiven, unverwechselbar komischen und charakteristischen Entertainment- und Comedy-Shows seit Mitte der 90er Jahre, mit denen sie im ganzen deutschsprachigem Raum umjubelt tourt und - anfangs als "Schwulenikone" gefeiert – mittlerweile ein breites Publikum erreicht... unter so vielsagenden und herausfordernden Titeln wie „Hollywud, ick komme“ (1994), „Was bleibt ist die Schande“ (1996) „Hängetitten Deluxe - ein Abend für die ganze Familie“ (2000), „The Joy of Aging – and how to avoid it“ (2004), „Retro-Muschi“ (2014) u.v.a.

    Mit ihrem aktuellen Programm „Die letzte lebende Diseuse – Blandine reloaded“ (Premiere April 2017) reiht sie sich unangefochten in die Riege legendärer Berliner Diseusen der 20er Jahre ein.